Achim rückwärts beim Maisel’s Fun Run am 05.05.2013

05.05.2013 von Achim:

Hallo 1.RRC,

nachdem Retroaal, Backeastforest und ich vor 2 Wochen in Radebeul ja bereits zum ersten Mal für den 1.RRC gestartet sind, bin ich gestern zum ersten Mal als Rückwärtsläufer für den 1. RRC an den Start gegangen und wollte Euch ein kleines Feedback geben, wie es so gelaufen ist.

Bei dem Lauf handelte es sich um den Maisel´s Fun Run in Bayreuth, bei dem ein Halb- und ein Viertelmarathon angeboten wurden. Zusammen mit zwei Schülerläufen sind 2600 Teilnehmer an den Start gegangen. Ursprünglich wollte ich dort vor 2 Jahren schon starten, aber weil ich den Mittelrhein-Halbmarathon einen Tag zuvor auch mitgelaufen bin, hab ich den Lauf aus Erschöpfung absagen müssen (ok, was die Planung da anging, war ich mal nicht der organisierteste Mensch der Welt, Ocki). Auf jeden Fall ist der Kontakt zu dem Lauf geblieben und meine Teilnahme konnte ich in diesem Jahr nachholen.

Am Donnerstag vor dem Lauf hab ich dem Bayreuther Käseblatt, äh Stadtkurier natürlich, ein Interview gegeben und mich mit dem Journalisten, der das Interview geführt hat, vor dem Lauf verabredet. Als ich bei schönem Sonnenschein auf ihn wartete, hörte ich auf einmal jemand meinen Namen rufen. Und sie da, es waren zwei weitere Rückwärtsläufer! Nämlich die Fuhrmanns, die auch in Lleida waren. Ich war echt froh, jemand zu treffen, den ich kannte. Günter klärte mich auf, dass er in Nürnberg jemanden kennt, der Vorstandsmitglied eines großen Laufvereins ist, das Retrorunning promoten will und eine deutsche Meisterschaft und vielleicht sogar die Weltmeisterschaft 2016 in einem Stadion ausrichten will, das zum Olympiastützpunkt gehört. Weil er Kontakte zur Industrie hat, würde er auch Sponsoren an Land ziehen, so Günter weiter, und den Kauf von Medaillen und mehr organisieren. Das einzige Problem an der ganzen Geschichte, führte Günther fort, sei Roland. 😀 Ich finde die Idee gut. Mal schauen, was sich ergibt.

Ja, und dann kam der Journalist auch schon, der mir sagte, dass er versuchen würde, mit mir mitzulaufen, gleichzeitig aber einräumte, unsicher zu sein, ob ihm das gelänge, weil er bis in den Morgen auf dem Maisel´s Weissbierfest gefeiert habe und noch verkatert sei. Und dann gings auch schon los. Zuerst war die Straße sehr breit (ungefähr so breit wie der Journalist), aber dann wurde sie enger und sehr kurvenreich. Schon früh bemerkte ich also, dass es sehr gut war, einen Helfer zu haben, der einem den Weg weisen konnte. Und das tat er ziemlich gut. Nach 3 km hatten wir 13:25 Minuten, was ungefährt 4:30er Schnitt entspricht. Dann ging es in einen Park und der Untergrund wechselte von Asphalt zu Schotter. Immer wieder mussten wir abstoppen, weil es zu voll war. Ab und zu gab es einen giftigen Anstieg oder Abstieg, so dass ich die Konzentration ständig oben halten musste. Nur selten konnte ich den Lauf richtig genießen. Die Stimmung an der Strecke war gut, was ich aber nur aus der subjektiven Sichtweise heraus sagen kann, weil die gute Stimmung wahrscheinlich gerade in diesem Moment, den ich da durchlebte, auch mit mir zusammenhing. So ab km 8 wurde der Lauf dann richtig hart. Auf dem letzten km ging es durch die Fußgängerzone Bayreuths wieder zurück zum Start-Ziel-Bereich, wo ich sehr erschöpft nach 10,6 km und 49:36 min über die Ziellinie lief. Der Journalist war nach dem Zieleinlauf wieder nüchtern und will das Rückwärtslaufen jetzt auch mal ausprobieren.

Mir hat der Lauf sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass wir bald mal zusammen mit dem ganzen Verein zu einem Lauf fahren können.

Viele Grüße,
Die Etekar